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Auschwitz-Birkenau 2010
Auschwitz-Birkenau 2010
Auschwitz-Birkenau 2010
Auschwitz-Birkenau 2010

Preisträger_innen seit 2010

Preisträger_innen 2016:

Der Hans-Frankenthal-Preis 2016 geht an die „Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş“ (Berlin) und die Initiative Gedenken in Harburg.

• Die 2012 gegründete Initiative für die Aufklärung des Mordes an Burak Bektaş (burak.blogsport.de) in Berlin begleitet kritisch die Ermittlungen zu dem bis heute unaufgeklärten Mord an einem Menschen mit Migrationsgeschichte und setzt sich – gemeinsam mit der Familie und Freund_innen des Ermordeten – für einen Gedenkort ein.

• Die 1998 gegründete Initiative Gedenken in Harburg (www.gedenken-in-harburg.de) ist eine der ältesten Hamburger Stadtteilinitiativen, die sich mit zahlreichen Veranstaltungen wie Zeitzeug_innengesprächen, Stadtteilrundgängen, Lesungen und Ausstellungen für die Auseinandersetzung mit der NS-Geschichte einsetzen.

 

Preisträger_innen 2015:

Der Verein Historikerlabor e. V. (www.historikerlabor.de) für sein Dokumentartheaterstück "Zur Endlösung der Zigeunerfrage – ein fiktives Symposium, 16.Dezember 1942":
„Der Zusammenhang von Vorurteil, Wissenschaft und Völkermord an den Sinti und Roma – in  europäischer Perspektive. Standen bei der Wannsee-Konferenz und der Hungerplan-Konferenz die NS-Staatssekretäre und die Vertreter der SS im Mittelpunkt der Forschung und Darstellung, sind es diesmal die Wissenschaftler selbst: Anthropologen, Eugeniker, Kriminalbiologen und Feldforscher der Rassenkunde. Mit diesem wissenschaftlich-künstlerischen Projekt vollendet das Historikerlabor seine Trilogie Die Erfindung und Vernichtung des Untermenschen. Der organisierte Mord an Juden, Slawen, Sinti und Roma durch NS-Deutschland.“

und

reclaim and remember möln 1992 - den Freundeskreis im Gedenken an den rassistischen Brandanschlag von Mölln 1992 (gedenkenmoelln1992.wordpress.com):
„Das Haus der Familie Arslan wurde am 23.11.1992 von neofaschistischen Tätern mit Molotow-Cocktails angezündet. Bei dem Anschlag wurden die 10jährige Yeliz Arslan, die 14jährige Ayşe Yilmaz und die 51jährige Bahide Arslan ermordet. Weitere Familienmitglieder wurden teilweise sehr schwer verletzt. Zuvor hatten die Neonazis bereits einen Brandanschlag auf die Ratzeburger Straße 13 verübt, wo ebenfalls Menschen türkischer Herkunft wohnten. Neun von ihnen erlitten schwere Verletzungen.“ Der Freundeskreis organisiert jährlich gemeinsam mit den überlebenden Mitgliedern der Familie Arslan eine Gedenkveranstaltung am 23.11. in Mölln, die Möllner Rede im Exil, ein antifaschistisches und antirassistisches Konzert und Informationsveranstaltungen in verschiedenen deutschen Städten.

Die Stiftung verleiht keinen 1. und 2. Preis, sondern betrachtet die Arbeit beider Preisträger_innen als gleich wichtig und wertvoll. Das Preisgeld beträgt zweimal 1.500,- Euro.

 

Mit dem Hans-Frankenthal-Preis werden Initiativen und Gruppen ausgezeichnet, die im Sinne des Auschwitz-Komitees Aufklärungs- und Bildungsarbeit gegen das Vergessen und gegen nationalsozialistische und neofaschistische Bestrebungen leisten.

Pressemitteilung Hans-Frankenthal-Preis 2015

 

Preisträger_innen 2014:

Vereinigung der Okkupationsopfer (ZDRUŽENJE ŽRTEV OKUPATORJEV, ZŽO) 1941-1945

mit Sitz in Kranj , Slowenien (www.zdruzenje-zrtev.si, Infos auf Slowenisch und Deutsch)
Hiermit wird eine Gruppe von überlebenden NS-Verfolgten gewürdigt, deren überfällige Anerkennung als entschädigungsberechtigte Opfer des Besatzungsregimes während des Zweiten Weltkriegs durch die Bundesrepublik Deutschland noch immer aussteht.

 

infogruppe rosenheim und das Bündnis rabatz – autonome vernetzung Oberbayern/Salzburg/Tirol

(www.badreichenhall.tk) werden für ihr kontinuierliches Engagement gegen geschichtsrevisionistisches Kriegsgedenken im Raum Oberbayern ausgezeichnet. Dieses richtet sich unter anderem gegen die Traditionspflege der Bundeswehr-Gebirgsjäger in Bad Reichenhall, bei der die toten Wehrmachts-„Kameraden“ geehrt, der verbrecherische Charakter des Zweiten Weltkrieges und die Verbrechen der Wehrmacht jedoch beschwiegen werden.
 

NSU-watch, die unabhängige Beobachtungsstelle

(www.nsu-watch.info), ein bundesweiter Zusammenschluss von Recherche- und Aktionsgruppen. NSU-watch dokumentiert detailliert (auf Deutsch und Türkisch) den Münchner Prozess zu den rassistischen Morden des NSU, recherchiert über deren Hintergründe und stellt zahlreiche Informationen über Aspekte zur Verfügung, die in den „großen“ Medien kaum oder gar nicht vorkommen.

 

Preisträger_innen 2013:

 

Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes – Bund der Antifaschist_innen VVN-BdA, Berlin
für ihre erneuerte Fassung der Wander-Ausstellung „Neofaschismus in Deutschland“

neofa-ausstellung.vvn-bda.de
„Zur Zeit arbeitet die Gruppe an der 6. Fassung der Ausstellung, die spätestens im Mai 2014 veröffentlicht werden wird. […] Es geht darum, diesen Aktivisten, Initiativen und Verbänden die Kreation von Ausstellungs-‚Ereignissen‘ in kleinen und mittleren Städten zu ermöglichen. In der Regel gelingt es, Bürgermeister, Lehrer und andere Multiplikatoren einzubinden, die regionale Presse zu interessieren und insbesondere viele jüngere Menschen zum Besuch zu motivieren. Es ist das Ziel, mit Kontroversen um die Ausstellung in den Diskurs zum Thema Neofaschismus einzugreifen.“

und die

Bürgerinitiative Glinde gegen rechts
für die Fortführung ihres seit zwei Jahren beharrenden Protests gegen den Naziladen in 21509 Glinde

www.notonsberg.de
"[…] der Protest wird bleiben. Und nein, es ist kein Kinderspiel, diesen aufrecht zu erhalten. Auch wenn so manch eine bunte Fahne, bunte Aktion darüber hinwegtäuschen mag, geht es hier um etwas Elementares. […] Es geht darum, Verantwortung zu übernehmen, Verantwortung für die Bildung einer lebenswerten Gesellschaft, Verantwortung für unsere Geschichte. NS-verherrlichende Symbole – aus welchen Gründen auch immer getragen - , die mitten in unserer Gesellschaft plaziert werden sollen, dürfen nicht geduldet werden.“ Die BI  „transportiert damit die Botschaft ‚keinen Rechtsradikalismus und keine Fremdenfeindlichkeit in unserer Stadt‘ in weite Teile der Zivilgesellschaft."

 

Preisträger_innen 2012:

Thomas Ebermann mit der Vers‐ und Kaderschmiede, Hamburg, www.bellastoria.de/vers_u_kader
„Selbstverständlich bewerben wir uns nicht für zurückliegende Inszenierungen, sondern würden das Preisgeld für ein zukünftiges Projekt verwenden, das sehr arbeitsaufwändig wäre. Wir wollen nämlich einen Jan‐Karski‐Abend in Angriff nehmen.“

und

agentur für soziale perspektiven (asp), Berlin, für ihr Projekt „Das Versteckspiel“ www.dasversteckspiel.de
„Das Wissen um Symbole, Codes und Moden ist wichtige Voraussetzung für die Beschäftigung mit rechten Jugendkulturen. Diese Broschüre trägt diejenigen Elemente zusammen, die im Alltag der Jugendlichen tatsächlich eine Rolle spielen.“

 

Presse- und Internetspiegel zur Preisverleihung 2012, Stand 30.10.2012

 

Preisträger_innen 2011:
[Pressemitteilung]

 

Institut für Kunst und Forschung, Wolfram P. Kastner, Künstler aus München

Wohn- und Ferienheim Heideruh e.V., Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte

Ultrà Sankt Pauli (USP) für das Projekt "Alerta-Netzwerk"
 


Studentinnen des Forschungsprojekts, Prof. Dr. Oliver Rump und Bea Trampenau
während der Laudatio. Honorarfreie Nutzung des Fotos nur in Zusammenhang mit
einer Berichterstattung.
© Stiftung Auschwitz-Komitee HFP 2011

Preisträger_innen 2010:
[Pressemitteilung]

 

Die Initiative für einen Gedenkort ehemaliges KZ Uckermark e.V.

und der

Finkenwerder Arbeitskreis Außenlager Deutsche Werft des KZ Neuengamme.

Eine nicht dotierte besondere Auszeichnung im Rahmen des Hans-Frankenthal-Preises 2010 erhält das

Projekt „Transfer“ des Vereins Psychosoziale Arbeit mit Verfolgten e. V..

 

Ebenfalls in der engeren Auswahl für den Hans Frankenthal-Preis 2010:

"die Bahn erinnern", Köln
["Die Bahn erinnern" entstand 2005, um den Menschen, die im NS von der Reichsbahn deportiert wurden, öffentlich auf den Bahnhöfen zu gedenken:
- aus Respekt gegenüber den Opfern und Überlebenden,
- als Auseinandersetzung um den Bahnhof als öffentlichen Ort und
- als Stellungnahme gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus!]

Überlebende Kinder der Shoah, Berlin
[Zwischen allen Stühlen - Der Verein "Child Survivors Deutschland" stellt sich vor]

"trotz alledem", Mainz
[Ein Porträt des Widerstandes im Rhein-Main-Gebiet
Ausstellung vom 6. Mai bis 12. Juni 2010 im Haus der Jugend. Linoldrucke aus der Werkstatt uah! von Thilo Weckmüller]

Jugendclub Burgwedel, Hamburg
[Lea-Klygermann-Haus - Jugendclub Burgwedel]

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